Tablet Usability

Die Usability von Tablets ist im Allgemeinen sehr solide. Zu diesem Ergebnis kommt Jakob Nielsen und sein nach einer ganzen Reihe von Usability-Tests mit Tablet-Nutzern1. Insbesondere das Surfen im Web stellt sich in vielen Fällen als komfortabel heraus. Die meisten Webseiten scheinen einen hohen Grad an Zugänglichkeit zu bieten.

Dennoch konnte die NN/g2 in ihren Studien einige Pattern benennen, die die Benutzbarkeit von Inhalten auf den mobilen Endgeräten einschränken.

Skalieren

Die Annahme - Tablets seine große Smartphones - ist einer der angeführten Kritikpunkte. Durch ein einfaches Hochskalieren von für Smartphones optimierten Apps und Inhalten ist dem Nutzer nicht geholfen. Allein auf Grund der unterschiedlichen Seitenverhältnisse der Displays ist dieser Ansatz aus Sicht der Usability kontraproduktiv.

Aufteilen

But, like zombies, certain bad designs come back from the dead to haunt users, and frames-like concepts cause usability problems in many modern tablet designs. Two common problems are split-screen designs and temporary frames for search results and the like.

Jakob Nielsen

Zudem sorgen Frames oder unterteilte Ansichten regelmäßig für eine unsaubere Usability-Erfahrung.
Zwar ist der potentielle Darstellungsbereich für Inhalte auf Tablet-Computern wesentlich größer als bei Smartphones, jedoch schadet eine Eingrenzung des eigentlichen Inhaltebereichs der Zugänglichkeit. Unnötig angezeigte Elemente lenken außerdem vom eigentlichen Inhalt ab.

Suchen

Users frequently want to search on tablets; they also want to return to their search results. Unfortunately, many apps don’t provide a proper SERP (search engine results page) as a primary navigation object that users can easily return to.

Jakob Nielsen

Große Mengen an Inhalt lassen sich auf mobilen Geräten am einfachsten mit Hilfe einer Filter- bzw. Suchfunktion erfassen. In vielen Fällen, so das Ergebnis, wird diese Form der Navigation nicht ausreichend in das Bedienkonzept der App integriert. So fehlt häufig die Schritt-Zurück-Navigation, um nach einer Detailansicht zur ursprünglichen Ergebnisliste zurückkehren zu können.

Bedienen

Die Implementierung von Gestensteuerung ist laut Nielsen ein weiterer Aspekt mit Verbesserungspotential. Unbeabsichtigte Interaktionen durch Berührung von Steuerelementen lassen sich z.B. nur unzureichend rückgängig machen.
Zudem erschweren unterteilte Ansichten es dem Anwender, nachvollziehen zu können, in welchem Bereich welche Geste welche Art von Aktion ausführt. Insbesondere komplexe Gesten, die über die grundlegenden Tap-, Tap Press-, Swipe-, Drag und Pinch-Befehle hinaus gehen, fordern beim Nutzer ein zu hohes Maß an Aufmerksamkeit.

Gestalten

Außerdem sieht Nielsen den aktuellen Trend des Flat Design3 als wenig zuträglich in Bezug auf die Usability von Apps und Webseiten. Hauptkritikpunkt hier ist, dass die Steuerelemente optisch mit den Inhaltsbereichen verschmelzen und für den Nutzer nicht klar ersichtlich ist, hinter welchem Widget sich eine Interaktionsmöglichkeit verbirgt.