motherfuckingwebsite.com

Manchmal ist das Eingestehen von Wahrheiten schmerzhaft. Insbesondere bei solchen mit persönlichem Bezug. Der Webentwickler und -designer Barry Smith schafft es mit seinem HTML-Dokument motherfuckingwebsite.com, gleich ins Mark einer ganzen Berufsgruppe zu treffen.

You probably build websites and think your shit is special. You think your 13 megabyte paralax-ative home page is going to get you some fucking Award banner you can glue to the top corner of your site. You think your 40-pound jQuery file and 83 polyfills give IE7 a boner because it finally has box-shadow. Wrong, motherfucker.

Barry Smith

Die Rede ist von Webdesignern und deren Produkte. Mit erfrischend klaren Worten erinnert der Text an die ursprüngliche Idee hinter dem WWW und führt die Probleme des modernen Webdesigns auf.
Nicht selten drücken schwere JavaScript Bibliotheken die Performance einer ganzen Seite, nur um das Navigationselement seicht animiert einfahren zu lassen. Blockelemente werden mühsam mittels CSS arrangiert und am Ende versteht der Internet Explorer1 doch wieder alles falsch.

What I'm saying is that all the problems we have with websites are ones we create ourselves.

Barry Smith

Nichts von dem ist ein Konstruktionsfehler der Webseiten, sondern hausgemachte Probleme des Webdesigns.

Auch wenn die erwähnte Webseite als Satire zu verstehen ist, sollte der Text zum Nachdenken anregen. Vielleicht verzichten wir einfach bei der nächsten Webseite/(aber: GUI title: Graphical User Interface) auf die ein oder andere fancy Animation. Zugunsten der Usability und Kompatibilität.

  1. Beispielhafte Nennung, nicht wertend